Treffpunkt - Gemeinde aktuell

Jahresrückblick 2007

Tempelgründungsfeier (17. Juni)

Die diesjährige Tempelgründungsfeier war ein ganz besonderes Ereignis. Zunächst einmal dadurch, dass es die erste Veranstaltung im neu gestalteten Saal war. Allerdings soll die offizielle Einweihung, die am 21. Juli anlässlich des Sommerfestes stattfinden, da noch einiges fehlt: die Gestaltung der Wand an der Türseite und vor allem das Abschleifen und Ölen (statt Versiegeln) des Parketts, weshalb auch der Flügel über die Zeit des Umbaus zerlegt und zur Überholung weggebracht worden ist.

Trotzdem: Architekt und Handwerker haben den Zeitplan in der äußerst knapp bemessenen Zeit zwischen Konfirmation und Tempelgründung exakt eingehalten, und ein aufopferungswilliges Team von freiwilligen Helfern hat in den letzten zwei bis drei Wochen in jeder freien Minute geputzt, Schränke ausgewaschen, Geschirr durchgespült und Ordnung wiederhergestellt, so dass der Saal zur Feier des Tages in neuem Glanz erstrahlen konnte.

Und er strahlte wirklich. Alle, mit denen ich gesprochen habe, waren sehr beeindruckt von der Großzügigkeit - er wirkt größer als vorher -, der Helligkeit, der Einbeziehung der Bühne, der stilvollen Gestaltung. Und das Fehlen des Flügels fiel überhaupt nicht auf: Irina Hornung und drei ihrer ehemaligen Studienkolleginnen haben uns mit zwei wunderschönen Streichquartettsätzen nicht nur einen vollwertigen Ersatz, sondern einen exquisiten musikalischen Genuss zur Einführung und zum Ausklang des Gottesdienstes geboten.

Otto Hammer hielt eine sehr eindrucksvolle Predigt zum Thema »Kern des Tempelglaubens«. Er beschrieb diesen Kern als das Erkennen und Anerkennen der ungeheuren Spannung in einem Gottesbild, das einerseits den allmächtigen Schöpfer meint, den wir weder begreifen noch beschreiben und über den wir keine Aussagen machen können - Otto sprach vom respektvollen Umgang mit dem Metaphysischen -, und andererseits den Vatergott Jesu, der »persönlich« ist insofern, als wir ihm vertrauen und eine Beziehung zu ihm haben können. Diesen respektvollen Umgang mit dem Metaphysischen zeigte Otto bei Christoph Hoffmann und spannte von da den Bogen zu uns heute.

Danach gab es wieder einmal ein ausgezeichnetes Mittagessen, von Gridle und Karin und einigen Helfern liebevoll zubereitet, was diesmal noch bewundernswerter war als sonst, weil die meisten von ihnen auch schon beim Putzen höchst aktiv gewesen waren. Wie sie das alles gleichzeitig gezaubert haben, erscheint mir fast wie ein - göttliches? menschliches? - Wunder.

Um 14 Uhr erfreute uns Peter Lange mit einem Vortrag (mit Powerpoint-Präsentation und reibungslosem Funktionieren der neuen Verdunklung) über die ersten Templer in Jerusalem: Handwerker, die sich aus eigenem Antrieb schon ab 1860 - also lange vor dem Umzug der Tempelleitung dorthin - in Jerusalem niedergelassen hatten. Alle fanden, dank der Qualität ihrer Arbeit, rasch Kunden unter Arabern und Europäern, nicht wenige von ihnen bauten ihre Betriebe bald zu kleinen Fabriken aus.

Danach gab's noch Kaffee und viele wunderschöne Kuchen - leider konnte man nicht alle probieren, so viele waren es - und viel Gelegenheit zum Schwätzen, im Klubraum und auf der Terrasse, denn das Wetter war festgemäß schön. Und zum Schluss halfen noch viele Freiwillige beim Aufräumen.

Es war ein ausgesprochen schönes Fest. Vielen Dank all den unermüdlichen Helfern!

Brigitte Hoffmann

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