Treffpunkt - Gemeinde aktuell

Jahresrückblick 2007

Gemeindefreizeit auf dem Lochen (26. bis 28. Oktober)

In langjähriger Tradition fand von Freitag, den 26. bis Sonntag, den 28. Oktober wieder eine Gemeindefreizeit statt. Was einstmals als Familienfreizeit begann, ist heute ein »Treffen der Generationen«, bei dem sich jeder wohlfühlen kann und auf seine Kosten kommt.

In diesem Sinne machten sich an besagtem Freitagnachmittag 25 Menschen dreier Generationen auf den Weg, um sich eigentlich gegen 18 Uhr in der Jugendherberge Lochen bei Balingen zum ersten gemeinsamen Abendessen zu treffen - die einen früher, die anderen später. Berufliche oder familiäre Verpflichtungen und Staus ließen die Freizeitteilnehmer erst nach und nach eintröpfeln. Zum Glück war die Herbergsleitung sehr kulant und das Abendessen konnte bis beinahe 21 Uhr von den Nachzüglern eingenommen werden. Der erste Abend klang gesellig aus mit Unterhaltungen, Spielen und dem Werkeln der fleißigen Handarbeiterinnen, die - den Degerlocher Nikolausmarkt im Blick - nebenher strickten oder häkelten.

Nach dem Frühstück am Samstag, das im Jugendherbergsstil schon um acht Uhr anstand, ging es dann zeitig los zur ersten Wanderung durch das Naturschutzgebiet Hülenbuchwiesen zum Aussichtspunkt Hörnle. Das Wetter hätte schlimmer sein können, es hat weder geschneit, gehagelt oder gestürmt. Gemeindefreizeit auf dem LochenDie Wandergruppe bedauerte zwar, um den sicherlich grandiosen Ausblick ins Eyachtal gebracht worden zu sein, aber das nebelig-kalte Wetter konnte der guten Laune keinen Abbruch tun. Auch die Kleinsten hielten gut mit und belustigten alle auf dem dreistündigen Marsch. Obwohl die obligatorische »Abkürzung« eingebaut wurde, war die Truppe pünktlich zum Mittagessen in der warmen Herberge.

Der Nachmittag konnte individuell gestaltet werden. Einige besuchten die Ausstellung über die legendären Liverpooler Pilzköpfe »The Beatles« in der Balinger Zehntscheuer, die sehr gut ankam. Andere bummelten durch Balingen und genossen Café, Kuchen oder Eis. Manche blieben im Haus und spielten, betreuten die Kinder und plauderten, die gemeinsame freie Zeit genießend.

Der Hunger trieb abends dann alle wieder an einen Tisch. Fast alle, denn vier Gipfelstürmer hatten sich am Nachmittag auf den Weg gemacht, drei Eintausender zu erklimmen! Was ihnen auch gelang, nur fast hätte sie ein Hüttenwirt auf der Tour über den Lemberg mit dem spendierten Schnaps an der Rückkehr zum Lochenstein gehindert. Irgendwann war das an einer Landstraße geparkte Auto aber wieder gefunden und die vier Männer tauchten beim verspäteten Abendessen geschafft, aber zufrieden wieder auf.

So brach ein weiterer geselliger Abend an. Zu später Stunde versammelten sich alle im Fernsehraum, um einen Film über die Jugendreise im Jahr 1983 nach Israel anzuschauen. Obwohl die Aufnahmen fast 25 Jahre alt waren, wurden fast alle »Schauspieler« identifiziert und auch die Schauplätze waren denen bekannt, die seither in den Gebieten der ehemaligen Templersiedlungen unterwegs waren. Vor allem die damalige Mode und Frisuren lösten kollektive Heiterkeit aus. Auch an diesem Abend wurde der Zapfenstreich ganz individuell gestaltet, manch einer war gar nicht so erpicht, in sein schmales, etwas hartes Bett zu kommen.

Auch am Sonntag weicht die Hausordnung der Jugendherberge leider nicht von ihrem Prinzip ab: Frühstück um 8 Uhr! Nun ja, der Vorteil daran war, dass so der Freizeitgruppe noch ein ganzer Vormittag zur gemeinsamen Gestaltung blieb. Um drei Teilnehmer reduziert, die ihre aufgekommene Erkältung bzw. die lädierten Knie zuhause pflegen wollten, ging es nach Räumung der Zimmer gegen 10 Uhr los. Der Schafberg war das Ziel. Auf dem Sagenweg erwanderten wir uns die ehemalige Wenzelburg, den Gespaltenen Fels und den Hohen Fels. Auch heute war die Fernsicht eher zu erahnen, der Hochnebel hielt sich hartnäckig. Die schöne Herbstfärbung der Buchen- und Mischwälder konnte ihr Farbenspiel nicht ganz entfalten, aber alle genossen die Bewegung in netter Gesellschaft an der frischen Luft.

Das Mittagessen war dann der Schlusspunkt hinter der entspannten Zeit. Ein Auto nach dem anderen rollte den Lochenstein hinunter in Richtung der jeweiligen Heimat. Die gemeinsam verbrachte Zeit hat Jung und Alt gefallen und gut getan, das Gemeinschaftsgefühl bestärkt. Hoffentlich werden noch viele Freizeiten zahlreichen Teilnehmern so ein schönes Wochenende bescheren!

Jeanny Köll

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