Treffpunkt - Gemeinde aktuell

Jahresrückblick 2010

Freitagabendtreff - Besteigung des Kilimanjaro (12. März)

Am Freitag, den 12. März, gab es eine "Sonderbeilage" zum Freitagabendtreff: Heinrich Becker, Vetter von Peter Lange, gab uns einen Bericht von einer vom Deutschen Alpenverein organisierten Besteigung des Kilimanjaro (knapp 6000 Meter hoch), von der er erst am Tage zuvor zurückgekehrt war. Mit seinem Bericht, zusammen mit sehr schönen eigenen Fotos (die er an dem einen Tag Aufenthalt hier zusammengestellt hatte), gab er uns ein lebendiges Bild sowohl von den Schwierigkeiten einer solchen Expedition als auch von dem Berg selbst, dem höchsten Afrikas.

Die Expedition: 17 Mann bzw. Weib mit einem Führer und 47 Trägern, die Zweierzelte und Schlafsäcke, Proviant für 6 Tage, Geschirr und Gaskocher hinauf- und samt allem anfallenden Abfall wieder hinunterschleppten und Zwei-Gänge-Mahlzeiten für alle bereiteten und formgerecht servierten. Schwierigkeiten bereitete nicht das Bergsteigen an sich - nur im obersten Teil mussten sie z. T. mit Hilfe der Hände über Felsbrocken steigen -, sondern die Höhe. Dadurch, dass sich teilweise Auf- und Abstiege in etwa gleicher Höhenlage hinzogen, gelang die Anpassung unterwegs. So kamen, trotz einiger Beschwerden, alle heil hinauf und wieder herunter.

Der Berg: er ist der höchste in einer Reihe von mächtigen, z.T. noch aktiven Vulkankegeln - die Gruppe hat einige Fumarolen gesehen. Die Bilder zeigten sehr schön die verschiedenen Vegetationszonen: unten relativ lockerer Regenwald, dann das Ausdünnen des Waldes, bizarre Baumgerippe, dicht mit Flechten behangen, dann nur noch Bodenbewuchs, schließlich der nackte Fels oder weite Geröllhalden. Und immer wieder Nebel, der sich laufend veränderte - einmal ein weißer Wolkenpilz, der den obersten Gipfel verschluckt hatte, manchmal herrliche Ausblicke auf weitere Bergketten, oft aber auch auf ein Nebelmeer. Der Berg mit seiner Höhe zieht die Wolken an und lässt sie abregnen, und so hatte auch die Gruppe fast an jedem Tag Regen, aber sonnige Phasen dazwischen - und damit offenbar Glück, andere hätten z.T. nur Nebel erlebt.

Nach dem Vortrag saßen wir noch wie üblich schwätzenderweise beisammen, aber nicht wie üblich bekamen die, die sich dafür interessierten, noch ein Sahnehäubchen obendrauf: einen Bericht von Herrn Becker über die Radtour, die er - mit einer anderen Gruppe - 2008 als Anreise zur Olympiade gemacht hatte: von Athen in ca. 200 Tagen nach Peking, durch Nordgriechenland, an der Schwarzmeerküste entlang, durch Ostanatolien, Georgien, Turkmenien, Usbekistan, Kirgistan zur chinesischen Grenze, dann am Nordrand der Wüste Taklamakan entlang (die alte Seidenstraßen-Route) und dann quer durch China. Wir waren tief beeindruckt von so viel Ausdauer und Abenteuerlust - Herr Becker war damals immerhin fast 70 Jahre alt!

Es war ein sehr schöner und hochinteressanter Abend - wir danken Herrn Becker sehr herzlich dafür!

Brigitte Hoffmann

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