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Jahresrückblick 2018

Eindrücke vom Tempelgründungstag (17. Juni)

Eindrücke vom TempelgründungstagSeitdem Peter Lange uns in Neuweiler-Zwerenberg im Nordschwarzwald besucht und die Verbindung zur Templergeschichte nahegebracht hat, besteht mein Interesse an deren Geschichte. Seit ich von ihm erfuhr, dass auch mein Ururgroßvater zur Tem­pelgesellschaft gehörte, komme ich meist zweimal im Jahr nach Degerloch ins Templer-Gemeinde­haus, zum Gründungsfest im Juni und zum Dank­fest im Oktober.

Beim diesjährigen 157. Tempelgründungstag zi­tierte Peter Lange aus den mir bis dahin noch unbe­kannten Tagebuchaufzeichnungen von Maria Hardegg, der Enkelin von Georg David Hardegg, dem zweiten Tempelgründer. Eindrücke vom TempelgründungstagSie beschrieb an­schaulich die Abreise und Ankunft der Gründer in Haifa. Peter Lange ging auch auf den Bedeutungs­wandel ein, den das Auswanderungsziel "Jeru­sa­lem" im Laufe der Tempelgeschichte erfahren hat.

Mit dem Vaterunser in der neu abgeänderten Form (... und führe uns in der Versuchung, und erlö­se uns von dem Bösen...) beendete er den Gottes­dienst, der seinen Abschluss in der schönen Musik­darbietung durch Rumi Hornung und Irina Hornung-Feucht fand. Anschließend durfte man ein köstli­ches vegetarisches Mittagsmahl im Klubraum einnehmen. Dieses begann mit einer orientali­schen Vorspeise, die in allen arabischen Ländern und auch in Israel wohlbekannt ist: Eindrücke vom Tempelgründungstag Falafel mit Hummus und Brot/Pita. Dieses, das arabische Hauptgericht und ein reichhaltiges, erstklassiges Dessert-Buffet mit Mousse au Chocolat, Joghurt­bombe mit Waldbeerensoße, Custard Pudding, Tira­misu und frischen Kirschen vom Baum wurden von Karin Klingbeil und ihren Mitarbeiterinnen kreiert.

Die Nachmittagsveranstaltung mit zwei Vorträgen von Jörg Klingbeil und Dr. Jakob Eisler führte wie­der in den Saal im ersten Stock.

Jörg Klingbeil zeigte in einer Präsentation Post­karten aus dem Heiligen Land während der Temp­ler-Siedlungszeit. Diese historischen Postkarten wurden von dem kürzlich verstorbenen israeli­schen Sammler Yoel Amir (1935-2018) zusammengetragen und darüber auch in einem Buch publiziert. Eindrücke vom TempelgründungstagYoel Amir hat die Sammlung dann kurz vor seinem Tod großherzig der TSA geschenkt.

Dr. Jakob Eisler kam zusammen mit seinen Eltern aus Haifa zum Gründungsfest und referierte über seine kürzliche Teilnahme an der Wieder-Einweihung des ehemaligen Hotels »Jerusalem« in Jaffa, das nun den neuen Namen »Drisco-Hotel« erhielt (so hießen die ursprünglichen amerikani­schen Erbauer des Hotels, 1866).

Dieses Hotel kaufte Ernst Hardegg 1870 und nannte es Hotel »Jerusalem« (Ernst war der Vater von Maria Hardegg aus dem Vormittags-Vortrag). Zuletzt war das Gebäude über zehn Jahre lang kostspielig restauriert worden (eine der höchsten Denkmalschutzklassen Israels war zu erfüllen).

Jakob Eisler referierte wieder, wie immer, mit viel Witz und gab viele Anekdoten aus dem Umfeld des Hotels »Jerusalem« zum Besten. Darunter die Geschichte zum Bauernfeind-Gemälde »Jerusalem« im Hotel-Restaurant, die Karikatur-Wandmalereien im Keller mit der Aufschrift »Trinkst, stirbst - trinkst nicht, stirbst auch - also trinkst«. Unser altbekannter Freund Shay Farkash aus Lod/Israel wurde erwähnt, der unter vielem anderen den Betlehem-Stern Eindrücke vom Tempelgründungstagüber dem Hoteleingang als Spende aus Deutsch­land besorgte, wie er auf einem alten Hotelfoto er­kennbar war.

Dann erwähnte Jakob Eisler auch die heutige hohe Komfort-Klasse des Hotels, das sich unser­eins eher nicht für eine Übernachtung leisten könne, vielleicht aber einen Kaffee oder Kakao im Restau­rant.

Hier erinnerte ich mich dann als Kontrast an die von Jörg Klingbeil vorher gezeigte Hotel »Jerusa­lem« Postkarte, zu Hardeggs Zeiten, wo mit den Attributen »Biblische Einfachheit - Evangelische Reinlichkeit« um Gäste geworben wurde. Beim obligatorischen abschließenden Kaffee- und Kuchen-Erlebnis mit einer wunderbar mundenden Vielzahl von Kuchen, die von Fest-Teilnehmern gespendet wurden, erwähnte Jakob Eisler auch noch die für 6. - 8. November 2018 geplante Veranstaltung der Universität Haifa anlässlich des 150. Jahrestages der Templer-Einwanderung ins Heilige Land (1868).

Ich habe mich sehr gut gefühlt beim diesjährigen Tempel-Gründungsfest - und Vorträge, Be­gegnungen und Gespräche und das wunderbare Essen in vollen Zügen genossen.

Ich danke Euch allen. Mit guten Wünschen grüßt aus Zwerenberg

Martin Seeger

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