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Ankündigungen

Tempelgründungstag

Zum diesjährigen Tempelgründungstag laden wir am 23. Juni ein. Zum 163. Mal jährt sich da­mit die Gründung unserer Gemeinschaft.

Nach dem Gottesdienst um 10.30 Uhr laden wir wieder zum gemeinsamen Mittagessen ein, für das wir bis zum 20. Juni um Anmeldung in der Verwaltung bitten. Außerdem freuen wir uns über die Zusage von Dr. Jakob Eisler, uns ab 14 Uhr wieder einen Vortrag zu bieten, diesmal zum Thema Theodor Sandel - ein fast vergessener Architekt im Heiligen Land.

Familie Sandel,
 hi. v. re.: Emma Bertsch,
 Lucie Sandel,
 Theodor Sandel; Otto Bauernfeind (weiße Kappe) (Quelle: Landeskirchliches Archiv,
 Stuttgart)
Quelle: Landeskirchliches Archiv, Stuttgart

Theodor Sandel wurde 1845 geboren. Sein Abi­tur legte Sandel 1863 auf dem Kirschenhardthof ab und studierte anschließend am Polytechnikum Stutt­gart Bauwesen. Nach Abschluss seines Studiums im Jahr 1867/68 unternahm er eine Reise nach Pa­ris.

Am 10. Juli 1870 wanderte Sandel nach Palästi­na (Jaffa) aus. Bei seinem ersten Auftrag dort han­delte es sich um den Entwurf für die erste jüdische Landwirtschaftschule »Mikwe Israel« 1870. Im da­rauffolgenden Jahr wurde er mit der Planung und Aufteilung von Parzellen der neu zu gründenden Templerkolonie Sarona beauftragt. Er zog nach Jerusalem, wo er ab 1875 tätig war. In den folgenden Jahren trug er maßgeblich durch Landvermessungen, den Bau von Verkehrswegen - wie z.B. den Ausbau der Straße von Jaffa nach Jerusalem 1876 - und den Bau zahlreicher öffentlicher Gebäude zur Entwicklung Palästinas bei. 1879/1880 beauftragte man ihn mit der Parzellierung der ersten jüdischen Kolonie Petach Tiqua. Es folgten 1884 zusammen mit Conrad Schick das Herrnhuter Lepraheim »Jesus-Hilfe« (1884), das alte Katholische Hospiz unweit der Jaffastraße (1885-87), die deutsche Weihnachtskirche des Jerusalemsvereins zu Berlin in Bethlehem (1891-92), das Kaiserswerther Hospital in Jerusalem (1894), das jüdische Gymnasium (Edel von Lämmel-Schule), das »Londoner Missionshospital« in Jerusalem (1894), das jüdische Hospital »Schaare Zedek« (1902), die evangelische Kirche in Jaffa (1904), das Greisenasyl der Borromäer-Schwestern in der Templerkolonie (1903) und die Dormitio-Kirche (1910). Die drei letztgenannten Gebäude wurden nach seinem Tod von seinen Söhnen Benjamin und Gottlieb Sandel weitergeführt und fertiggestellt.

Zu den von ihm geplanten Gebäuden zählen auch verschiedene Bauten der Jerusalemer Rephaim-Ebene. Neben seiner Tätigkeit als Architekt fungierte er jahrzehntelang als Bürger­meister der Tempelkolonie Jerusalem. Als der deutsche Kaiser Wilhelm II im Oktober/Novem­ber 1898 Jerusalem besuchte, erhielt Sandel die ehrenvolle Aufgabe, diesen in Empfang zu nehmen. In der Folge wurde er ein Jahr später zum Königlich Württembergischen Baurat er­nannt.

Der Vortrag wird alle Stationen von Sandels Leben in Wort und Bild darstellen. Wir dürfen uns wieder auf einen mitreißenden, aber dennoch informativen Vortrag freuen.

Karin Klingbeil

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