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Rückspiegel

Rückblick auf unsere Israelreise im November 2017

Wegen dringender Friedhofsangelegenheiten sind wir kurzfristig im November für eine Woche nach Israel gereist. Wir, das waren Jörg Struve, Dieter Lange, Oskar Grözinger, sowie Jörg und ich. Da es in Jerusalem größeren Handlungsbedarf gab, planten wir für Haifa nur zwei Nächte ein. Dort gibt es aktuell Probleme mit der rückwärtigen Friedhofsmauer, die auf einem kurzen Stück zum Bahndamm abgerutscht ist, was offenkundig mit den Erschütterungen durch den erheblich angewachsenen Bahnverkehr zusammenhängt. Dieses Problem war auf die Schnelle natürlich nicht zu lösen. Aber wir erfuhren von Plänen, den Gleiskörper tiefer zu legen und die Strecke zu elektrifizieren, und haben die Botschaft um weitere Informationen gebeten. Bei Mira und Beni Eisler durften wir einen unterhaltsamen Abend verbringen, an dem Mira uns allerhand Köstlichkeiten auftischte.

Das Wiedersehen mit unserem Haifaner Friedhofsgärtner Adnan verlief wie immer überaus herzlich und auch hier ging es nicht ohne eine Einladung zum Essen ab. Der Friedhof in Haifa ist ein gut gepflegter Blumengarten, auch wenn noch nicht allzu viel blühte. Auch die im Sommer mutwillig zerbrochenen 15 Grabsteine hatte Adnan umgehend geflickt. Wegen dieser Beschädigungen hatten wir uns seinerzeit sofort an die deutsche Botschaft gewendet, die bei der Stadtverwaltung und der Polizei in Haifa intervenierte. Die minderjährigen Täter wurden kurz darauf gefasst. Auch Prof. Yossi Ben Artzi hatte sich damals eingeschaltet und kam - obwohl er wenig Zeit hatte - auf den Friedhof, um einiges mit uns zu besprechen.

Die Probleme mit der Bank in Jerusalem, die schon im Sommer ein persönliches Erschei­nen und erneute Unterschriften verlangt hatte, hatten zur Kontensperrung geführt, so dass bereits Mahnungen der Wasser- und Elektrizitätswerke, auch aus Haifa, vorlagen. Rückblick auf unsere IsraelreiseDurch die Unterstützung unserer Anwältin Racheli Shor konn­ten bei einem persönlichen Termin in der Jerusa­lemer Bankzentrale alle Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt werden.

Außerdem wollten wir einen neuen Gärtner für den Friedhof in Jerusalem finden - mit dem unzu­verlässigen bisherigen Gärtner und dem enorm ho­hen Wasserverbrauch waren wir schon länger nicht zufrieden. Bei dieser schwierigen Aufgabe half uns dankenswerterweise Schwester Oberin Daniela Ga­bor von den Borromäerinnen und vermittelte uns einen jungen Gärtner, der auf uns einen sehr guten Eindruck machte und mit dem wir es nun versuchen. Beeindruckend war, wie schnell er die versprochene größere Pflanzaktion umsetzte - möge es so weitergehen...

Zwei Tage lang kam ein Arbeiter, den unser Freund Oded Shor uns vermittelt hatte und der mit einem Kollegen beschädigte Grabsteineinfassungen reparierte, lockere Grabsteine wieder stabilisierte und gefährlich schief stehende Grabsteine wieder aufrichtete. Auch führten wir ein Gespräch mit einem uns bekannten Architekten wegen des geplanten Tors in der hinteren Friedhofsmauer. Rückblick auf unsere IsraelreiseDie leidige Angelegenheit mit dem Nachbarn ist dagegen immer noch nicht erledigt - Bauschutt und -material liegen noch auf unserem Grundstück, obwohl der Nachbar durch Gerichtsbe­schluss schon 2015 zu Entfernung verpflichtet worden war. Nun müssen wir wieder sehen, wie wir weiter gegen ihn vorgehen.

Allzu rasch waren auch die vier Tage in Jeru­sa­lem um, ohne dass Zeit für irgendwelche Ausflüge geblieben wäre. Wenigstens besuchten wir zweimal kurz die Altstadt, um in herrlichem Hummus mit Fa­lafel zu schwelgen und im Österreichischen Hospiz Kaffee zu trinken! Ansonsten waren wir bei den Borromäerinnen bestens untergebracht und verpflegt!

Die letzte Nacht übernachteten wir im Beit Immanuel in Jaffa. Hier trafen wir am Abend unserer Ankunft Prof. Warmbold, der seinen Gegenbesuch in unserem Archiv ankündigte. Bevor es anderntags schon wieder auf den Flughafen ging, führten wir noch ein andert­halbstündiges Gespräch mit dem deutschen Botschafter und besuchten natürlich auch das benachbarte Sarona. Das von Wolkenkratzern umgebene Gelände der ehemaligen Templer­siedlung präsentiert sich nach wie vor sauber und heimelig, wenn auch der große Hype bereits verflogen zu sein scheint.

Karin Klingbeil

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