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Jugendecke

Rückblick auf 2009 - Sommerferienlager Burg Rothenfels

Es führt über den Main eine Brücke aus Stein...

Eigentlich hatte ich eine lange Fahrradtour für den August geplant, die aber ins Wasser fiel. Karin Klingbeil fragte mich, ob ich nicht für eine Ferienlagerbetreuung einspringen könnte Ferienlager Burg Rothenfels für eine Woche auf Burg Rothenfels. Die australische Betreuerin würde nach der ersten Woche zurückfliegen.

Ich sagte nach meiner geplatzten Radtour zu und begann mich aufs Ferienlager zu freuen. Auf der Zugfahrt durch den einsamen Spessart konnte ich schon einen Eindruck gewinnen von der waldigen Mittelgebirgslandschaft. Die Australier sah ich noch kurz am Zug, bevor sie zum Flughafen fuhren und ich von Jörg Struve zur Jugendherberge in der Burg gefahren wurde.

Auf einer Höhe über dem Main thront die Burg Rothenfels mit ihrem Bergfried. In gemütlichen Kemenaten im Inneren waren wir untergebracht und in einem alten Rittersaal nahmen wir die Mahlzeiten zu uns.

Wir waren zusammen neun, die Jüngsten sind nach den Sommerferien in die 5. Klasse gekommen, der schon allein durch schiere Körpergröße über allem stehende Älteste war schon 15 Jahre alt. Doch das schien gut zu funktionieren. Jeder hatte seine Interessen und kam auch ganz gut auf seine Kosten: An der Burg ist ein schön gelegener großer Fußballplatz, wo Jungs und auch Mädchen gerne waren, und auf der Fahrt nach Würzburg wurden in der prächtigen Residenz Prinzessinnenträume erfüllt: Ferienlager Burg Rothenfels weil die großen Mädchen beide gern Medizin studieren würden, wurde sogar das Zimmerchen besucht, in dem Röntgen die berühmten Strahlen entdeckt haben soll.

Zunächst war ich ganz schön erstaunt, weil alle so lieb und gut erzogen waren. Sie hielten den anderen die Tür auf, sagten "danke", schauten links und rechts, bevor sie eine Kreuzung überquerten. Am Essenstisch oder an der Bushaltestelle führten sie auch mal Gespräche über ihre Vorstellungen von Gott oder Schönheit. Und so komplizierte Begriffe wie "spießig" wurden mir auch gut erklärt: "Das sind die, die sich nur um ihr eigenes Leben kümmern."

Mit Lunchpaket im Rucksack gingen sie mit uns auf längere Wanderungen, überquerten Bäche, badeten teilweise sogar in eiskaltem Wasser, spielten meist einträchtig abends Fußball.

Jonny weiß von sich: »Ich werde nie krank, wenn ich nasse Sachen an lasse.« Das habe ich auch immer gesagt. Zum ersten Mal war ich es, die überzeugen musste. Man wird krank, wenn man die Badesachen anlässt! Oh, mir fehlt es noch an Überzeugungskraft! Jörg war da, angenehm ruhig und so Ferienlager-erprobt, sorgte er dafür, dass ich mich nicht überfordert fühlte und es nicht zu dramatisch wurde, wenn es Streit gab, jemand nie bei der Schnecke gewann oder Heimweh hatte.

Es war mein erstes Ferienlager, das ich mit leiten durfte und bisher war es fast das lustigste und entspannteste für mich!

Hanna Thaler

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