Treffpunkt - Gemeinde aktuell
Anschlagbrett

»Die Tempelgemeinde Stuttgart im Wandel der Zeiten« liegt vor!

Pünktlich zur Weihnachtsfeier erschien druckfrisch das neu von der Tempelgesellschaft herausgegebene Buch über die Geschichte der Stuttgarter Gemeinde. Der unermüdliche Einsatz von Wolfgang Struve, der das Layout erstellte, die Bilder bearbeitete und schließlich die Datei druckfertig an die Druckerei schickte, machte es möglich.

Das Buch beschreibt die Entwicklung von den frühen Anfängen, als der Kirschenhardthof wegen der Auswanderung als Tempelgemeinde aufgegeben worden war, bis hin zum Bau des Gemeindehauses in der Felix-Dahn-Straße in Stuttgart-Degerloch und das 50-jährige, rege Gemeindeleben seither. Besonders die Anfänge zusammenzustellen und festzuhalten war wichtig, solange noch Zeitzeugen - wenn nicht über die Zwanziger und Dreißiger Jahre, doch aber über die Zeit danach - berichten konnten. Die »Warte des Tempels« erwies sich auch bei diesem Projekt wieder als unerschöpfliche Fundgrube, denn vieles, was keiner mehr so recht wusste, ließ sich hier finden. Wie bunt das Gemeindeleben sich darstellt, veranschaulichen viele Bilder - und manch einer wird sich darauf wiederfinden!

Leider war die Hardcover-Version dann doch nicht nach unseren Vorstellungen zu realisieren; dafür ist die Softcover-Version handlich, kostet nur 18 Euro und kann ab sofort in der Geschäftsstelle bestellt werden.

Karin Klingbeil

Eigenwert des Gemeindedienstes

Ich möchte der Mitteilung über das jetzt erschienene Buch über die Geschichte der Tempelgemeinde Stuttgart, besonders der vergangenen 50 Jahre unseres Gemeindehauses in Degerloch, noch persönliche Bemerkungen hinzufügen.

Wenn ein Plan entsteht, alles - womöglich selbst erlebte - Geschehen in der Gemeinde aus der Erinnerung - oder durch schriftliche Unterlagen - zusammenfassend darzustellen, ist man sich am Anfang über die Vielzahl der stattgefundenen Aktivitäten und Begebenheiten noch gar nicht bewusst. Erst mit dem Beginn einer Zusammenstellung fallen einem diejenigen Gemeindemitglieder ein, die man um eigene Berichte über Vergangenes angehen könnte. Und mit jedem dann erfolgten Bericht rücken neue Erlebnisse und Episoden ins eigene Bewusstsein. So gesehen, war es unmöglich, von vorn herein einen chronologischen Aufbau aller Phasen der Gemeinde-Entwicklung zu planen und umzusetzen.

Umso mehr ist anzuerkennen, dass es im Verlauf des Prozesses von Suchen und Umsetzen am Ende doch zu einer inhaltlichen Struktur gekommen ist. Dafür habe ich Karin Klingbeil und Wolfgang Struve besonders zu danken, die neben ihrer sonstigen Tagesarbeit sich sehr viel Zeit für die richtige Einordnung der vorliegenden Texte und Bilder genommen haben. Ich selbst hätte diese Arbeit bis Jahresende nicht bewältigen können, zumal mich auch gesundheitliche Beschwerden zeitweise lahmlegten.

Um über längst vergangene Zeiten etwas erzählen zu können, braucht es Mitglieder, die schon ein höheres Alter erreicht haben. Doch gerade das höhere Alter macht das Erzählen auch wieder schwieriger. Und so sind die Erinnerungsberichte von Theo Klink, der über die Gemeinde-Entwicklung nach Kriegsende 1945 geschrieben hat, besonders wertvoll. Vielleicht verhelfen auch die begleitenden Bilder manchen Leser dazu, noch eigene Berichte »nachzuliefern«, die wir dann vielleicht als eine mögliche Beilage für den zukünftigen Buchverkauf vorsehen könnten.

Jeder Leser wird feststellen, dass das dargestellte Gemeindeleben nur zustande kommen konnte, weil so viel gemeinnützige Arbeit und Zuwendung zur Gemeinde geleistet worden ist. Jeder, der sich selbst in irgendeiner Weise in das Gemeindegeschehen einbrachte, hat sich vielleicht manchmal gefragt, wozu er das alles mache. Zwar ist im Allgemeinen den Aktiven der Gemeinde immer an geeigneter Stelle für ihren Dienst gedankt worden, doch kann ihre Zuwendung und ihr Gemeinsinn im Grunde nicht durch Dank aufgewogen werden. Der Helfer und Verantwortliche muss in sich selbst das Gefühl entwickeln, dass sein Dienst auch ohne Dank einen Eigenwert hat.

Ich habe den Eindruck, dass in unserem Buch-Projekt dieser Dienst in seiner Vielfältigkeit gut zum Ausdruck kommt und dass die Diensttuenden die vorliegende Darstellung so vieler Aktionen und Zuwendungen als eine Bestätigung ihres gemeinnützigen Handelns ansehen werden. Auch dann, wenn ein Gemeindeleben wie das unsrige nicht von dauerhafter Intensität sein kann. Denn die Mitglieder wechseln mit dem »Wandel der Zeiten«, und es muss deshalb immer wieder zu einer Rückschau kommen, wie es auch in unserer hier berichteten Zeitgeschichte zu einer Rückschau und einem Wandel gekommen ist.

Unserem so intensiv erarbeiteten Buch wünsche ich zahlreiche Leser. Unsere Mitglieder werden sicher für ihre Nachfahren oder Freunde Exemplare erwerben. Wie das Buch zeigt, schauen wir auf eine fast 150-jährige Gemeinde-Geschichte zurück. Es lohnt sich, einiges daraus zur Kenntnis zu nehmen.

Peter Lange

 

Aus dem Inhalt

»Die Tempelgemeinde Stuttgart im Wandel der Zeiten«- Die Stuttgarter Tempelgemeinde entsteht

- Frühe Entwicklung

- Die 20er und 30er Jahre

- Das Stuttgarter Palästinaheim

- Gemeinschaftliche Aktivitäten

- Zerstörung und Wiederaufbau

- Rückkehr ins fremde Vaterland

- Gottesdienst in der ›Diaspora‹

- Asyl in der ›Notkirche‹

- Die »Warte« wird wieder herausgegeben

- Eine Jugendgruppe formiert sich

- Ein neuer Treffpunkt durch Eigeninitiative

- Erste Jugendferienlager der TGD

- Jugendzeitschrift: Treffpunkt Mozartstraße

- Das neue Gemeindezentrum entsteht

- Mühen des Erwerbs und der Bebauung

- Das Gemeindeleben blüht auf

- Gottesdienste

- Ein Konzertflügel wird beschafft

- Tanz und Fastnachtstreiben in der Gemeinde

- Gemeindekreise

- Wandern und Kegeln

- Aktivitäten mit Kindern und Jugend

- Familien- und Gemeindefreizeiten

- Friedhofsgruppe

- Israelreisen

- Das Gemeindehaus wird modernisiert

 

Die Tempelgemeinde Stuttgart im Wandel der Zeiten

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