Treffpunkt - Gemeinde aktuell

Jahresrückblick 2015

3 x 7.000 km für ein Kamel (16. Oktober)

Der Freitagabendtreff am 16. Oktober erfüllte alle Wünsche, die man an einen solchen Abend nur haben kann: muntere Berichterstattung, Spannung, Humor, schöne Bilder - und im An­schluss auch noch ein paar orientalische Leckereien! Auch war der Saal gut gefüllt - sogar zwei weitere Team-Mitglieder der »Wadibeisser« waren angereist und unterstützten Sabine Schermer bei ihrem Vortrag.

Kurz ging es um die Vorbereitungen für diese außergewöhnliche Rallye, die kein Rennen ist, sondern eine Veranstaltung, bei der Spaß, Völkerverständigung und humanitäre Zwecke im Vordergrund stehen. So brachten die Wadibeisser 50 bis oben gefüllte Schulranzen zu einer von Padres geführten Grundschule nach Albanien - doch der Reihe nach!

Die Anmeldung erfolgte am 7.7. des Vorjahres um 3.33 Uhr - und nach wenigen Minuten hatten sich 111 Teams angemeldet. Teilnahmegebühr war 222,22 Euro, die Autos mussten mindestens 20 Jahre alt oder höchstens 1111,11 Euro wert sein, übernachten musste man im Auto, im Freien oder im Zelt - oder irgendwo für höchstens 11,11 Euro pro Übernachtung… Ein Team bestand aus drei Autos mit je zwei Mann/Frau Besatzung und es mussten zwar nicht alle Fahrzeuge, aber mindestens eins und das gesamte Team am Zielort in Jordanien ankommen, Navigationsgeräte und Autobahnen durften nicht benutzt werden. 3 x 7.000 km für ein KamelDie Route durfte frei gewählt werden, das Roadbook führte immer wieder zu all­gemeinen Treffpunkten und beinhaltete die beson­deren Aufgaben, die zu erfüllen waren (z.B. ein Mu­seum nach türkischen oder gar arabischen Hinweis­schildern zu finden - oder durch Nachfragen mit Händen und Füßen).

In dieses Abenteuer stürzte sich Sabine Scher­mer mit dem Team der Wadibeisser und drei glei­chen BMW 523i namens Kaspar, Melchior und Balthasar - es ging ja in das Morgenland! -, die natürlich zuvor noch in Eigenarbeit ganz speziell ausgestattet worden waren. Los ging’s am 10. Mai in Oberstaufen und von da an begleiteten wir das Team per Bild zunächst bis nach Albanien, fühlten die Müdigkeit, wenn die Nacht durch­gefahren wurde, litten mit, wenn ein Auto wieder eine Panne hatte oder gar viele Stunden in einer Werkstatt auf ein ­Ersatzteil ­gewartet werden musste. Aber immer wieder klappte es, so dass das Team nicht nur auf Nebenstraßen seine etlichen Höhenmeter machte, sondern manchmal auch ganz unvorhergesehen querfeldein. Und wie oft bekamen wir zu hören, dass es unterwegs so schön war, dass alle unbedingt noch einmal wiederkommen wollten!

In Istanbul war dann der erste große Treffpunkt mit allen - d.h. 300 Autos und 600 Menschen, die jeweils bei diesen Stopps Park- und Schlafplätze, Waschräume (mehr oder weniger, oft eher Letzteres…) und Verpflegung benötigten (offenbar gab’s bis zum Schluss Landjäger!). Alles in allem auch eine großartige logistische Leistung des Organisationsteams, das natürlich mit unterwegs war. 3 x 7.000 km für ein KamelNach etlichen Aufgabenstellungen wurden die Autos in Mersin "als Beiladung" verschifft - nur sehr wenige Autos fuhren über Syrien -, während die Teams per Flugzeug nach Tel Aviv flogen. Weil sich alles verzögert hatte, fiel der Besuch in Israel nur kurz aus, aber Haifa und das Beilharz-Haus, die Beilharz-Brücke und dann auch Jerusalem, wo das Team bei den Borromäer-­Schwestern kostenlose Unterkunft be­kam, mussten trotzdem sein.

Dann ging es auch schon nach Amman / Jor­danien, Aufgaben und Wüsten­etappe wurden mit Bravour absolviert und am 29. Mai fand die Sieger­ehrung am Toten Meer statt. Leider gewann das Kamel ein anderes Team, aber immerhin kam das Team Wadibeisser auf den 4. Platz - wie alle anderen auch, die nicht gerade Platz 1, 2 oder 3 gemacht hatten…

Die Wadibeisser gönnten sich noch ein paar Tage im Land, ließen uns als Zuschauer noch den Besuch der Nabatäerstadt Petra miterleben - dann war das Abenteuer vorbei (auch wenn es nach wie vor im Internet nachgesehen werden kann). Im Gemeindehaus ging es allerdings noch einen Stock höher in den Clubraum, wo uns Getränke, Oliven, weißer Käse, Humus und Sesamkringel erwarteten - und zum Nachtisch Baqlaue und Schokodatteln mit Mandeln, denen bei angeregtem Gespräch reichlich zugesprochen wurde!

Vielen Dank, Sabine, für diesen rundum gelungenen Freitagabendtreff!

Karin Klingbeil

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